Wir freuen uns, dass Sie sich über die Geschichte des Schlosses Brandis informieren wollen. Alle Interessierten können hier einen kurzen Umriss zur Geschichte des Schlosses nachverfolgen. Die Geschichte des Brandiser Stadtschlosses lässt sich bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Es fungierte ursprünglich als Rittergut.

17. und 18. Jahrhundert

Um 1700 ging das Rittergut in den Besitz von Kraft Burchhard von Bodenhausen über. Sein Sohn Otto Wilhelm von Bodenhausen ließ zwischen 1724 und 1727 das heutige Stadtschloss nach Plänen des berühmte Architekten David Schatz errichten. Mit dem stattlichen Schloss und dem großzügigen Wirtschaftshof hatte Otto Wilhelm von Bodenhausen hier eine der imposantesten Gutsanlagen im Leipziger Umland geschaffen. Dabei blieb der ursprüngliche Plan jedoch unvollendet. Vom Barockbau kam der Westflügel nicht zur Ausführung.

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1849 erwarb Freiherr Friedrich von Pentz die Anlage und ließ 1875 das Schloss renovieren und den westlichen Anbau und die Veranda an der Gartenfront anfügen. Gleichzeitig ließ er den Schlosspark wesentlich erweitern. Erwähnenswert ist hierbei die Pflanzung eindrucksvoller Baumgruppen aus fremdländischen Gehölzen wie dem Trompetenbaum, der Blutbuche, der Roteiche und der Platone, die ab dieser Zeit von Nordamerika nach Europa eingeführt wurden. Besonders eindrucksvoll sind die im Schlosspark erhalten gebliebenen Plastiken und Skulpturen, insbesondere das 1854 erbaute Mausoleum, der 1884 errichtete Wasserturm und mehrere Löwenplastiken.

19. Jahrhundert

Von 1930 bis 1945 war Major Otto Busse Eigentümer der Schlossanlage. Unter ihm wurden das Schloss und die Parkanlage 1941 als Kunst- und Kulturdenkmale in die sächsische Landesdenkmalliste A aufgenommen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog zunächst ein Bataillon der US-Streitkräfte und wenig später die Militärkommandantur der Roten Armee in das Schloss ein. Ab Mai 1946 wurde es, im Besitz der UdSSR, als Hotel für Messebesucher genutzt. Ab Januar 1950 wurde die Anlage als Finanzschule verpachtet und teilweise für Stallungen genutzt. Ab 1968 ging das Anwesen in den Besitz der Stadt Leipzig über. Es zog ein Alten- und Pflegeheim ein, das bis 2003 Bestand hatte.

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20. Jahrhundert

Nach der Auflösung des Alten- und Pflegeheims im Jahr 2003 blieb das Schloss für fast ein Jahrzehnt ungenutzt. Ein kleiner Lichtblick stellte die im Jahr 2006 begonnene Sanierung der Seitenflügel des Schlosses dar, in welche 50 Wohnungen und Maisonetten integriert wurden. Das Schloss selbst verharrte weiterhin in einem Dornröschenschlaf. Erst das Jahr 2012 brachte den erhofften Wendepunkt, als der derzeitige Schlossherr das Potential des Schlosses Brandis entdeckte. Seitdem durchlaufen das Hauptgebäude und das Torhaus des Schlosses einen aufwendigen Restaurierungsprozess, welcher von herausragenden Experten auf den Gebieten der Architektur, des Handwerks und der Restauration vorangetrieben wird.

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Brandiser Schlosspark

Der Schlosspark zu Brandis hat eine über 250-jährige Geschichte. Möglicherweise kann die Anlage des Schlossparks auf den Baumeister des Schlosses David Schatz zurückgeführt werden. Von der ursprünglichen Anlage sind kaum noch sichtbare Elemente erhalten, denn sie hat im Laufe der Zeit mehrere Umgestaltungen erfahren. Sein jetziger Zustand stammt aus den 1920er Jahren.

Im Garten befinden sich ein Mausoleum, welches 1854 für den damaligen Besitzer Freiherr von Pentz erbaut wurde, ein Wasserturm aus dem Jahre 1884, ein Pavillon, ein Brunnen und mehrere Löwenplastiken.

Nach 1875 wurde der Schlosspark wesentlich erweitert. Erwähnenswert ist hierbei die Pflanzung von Baumgruppen aus fremdländischen Gehölzen wie dem Trompetenbaum, der Blutbuche, der Roteiche und der Platane, die ab dieser Zeit nach Europa eingeführt wurden. Dabei wurden diese großen Bäume im Randbereich um den Park gepflanzt, um ihn nach außen abzuschirmen.

Wichtig für das heutige Erscheinungsbild des Parks war die Gestaltungsphase ab 1912. Der Schlosspark wurde zweigeteilt. Der obere zum Schloss näher liegende Teil wurde im Sinne eines Barockgartens umgestaltet. Blumenbeete wurden entlang der Wege und um den Brunnen angepflanzt. Daher trug dieser Teil des Schlossparks den Namen „Rosen-Anlage“. Der untere Teil des Schlossparks wurde in einem landschaftlichen Stil angelegt, der sich besonders durch Pflanzung von Hainbuchen in den Außenbereichen des Parks kennzeichnete.

Zu Beginn der 1960er Jahre wurden der Schlosspark geteilt und die Rosenbeete entlang der Wege entfernt. Während der obere, nördliche Teil zum Schloss gehörig blieb, wurde der Südteil als öffentliche Grünanlage der Stadt Brandis genutzt. Diese Teilung besteht bis zum heutigen Zeitpunkt fort.

Obwohl spätestens nach der Auflösung des Alten- und Pflegeheims 2003 keine Schnitt- und Pflegearbeiten durchgeführt wurden, sind die Strukturen des Schlossparks, wie sie durch Freiherr von Pentz angelegt wurden, im Wesentlichen erhalten geblieben. Jedoch sind zahlreiche Baulichkeiten wie das Mausoleum, der Pavillon, der Wasserturm oder das Naturtheater stark reparaturbedürftig. Weiterhin sind die ehemals zahlreich vorhandenen Plastiken und Skulpturen wie die Löwenplastiken, das Sandsteindenkmal oder der Springbrunnen nur noch teilweise oder in schlechtem Zustand vorhanden. Aufgrund dessen befindet sich der Schlosspark seit 2012 in einer umfassenden Rekultivierungs- und Reparaturphase.


Schloss Brandis – Ein Erlebnis der besonderen Art

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